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Wissen·4 min Lesezeit·15. Februar 2026

Warum SLS in Shampoos problematisch ist

Natriumlaurylsulfat steckt in den meisten Shampoos. Was es bewirkt, warum es dort ist und was SLS-freie Alternativen leisten.

Warum SLS in Shampoos problematisch ist

Was ist SLS?

SLS steht für Sodium Lauryl Sulfate — auf Deutsch Natriumlaurylsulfat. Es ist ein synthetisches Tensid, das aus Laurylalkohol hergestellt wird. SLES (Sodium Laureth Sulfate) ist eine mildere Variante, die durch einen weiteren Verarbeitungsschritt gewonnen wird.

Tenside sind die eigentlichen Reinigungssubstanzen in Shampoos. Sie haben einen wasserliebenden und einen fettliebenden Teil — dadurch können sie Fett und Schmutz vom Haar lösen und mit dem Wasser ausspülen. SLS ist ein besonders effektives und günstiges Tensid, weshalb es in der Kosmetikindustrie weit verbreitet ist.

Warum ist SLS in fast jedem Shampoo?

Aus Herstellersicht gibt es klare Gründe: SLS schäumt stark, reinigt zuverlässig, ist günstig in der Herstellung und gut formulierbar. Das Schäumen ist dabei kein funktionaler Vorteil — es ist ein psychologischer. Wir assoziieren viel Schaum mit guter Reinigung. Das stimmt nicht zwingend, hat sich aber als Erwartung der Verbraucher etabliert.

Was sind die tatsächlichen Probleme?

SLS ist kein Giftstoff und kein Krebserreger — entsprechende Behauptungen im Internet sind falsch. Die realen Probleme sind andere:

Was sind die Alternativen?

SLS-freie Shampoos setzen auf mildere Tenside aus natürlichen Quellen. Häufige Alternativen im INCI:

Diese Alternativen schäumen weniger stark als SLS, reinigen aber zuverlässig. Wer von SLS-Shampoos wechselt, muss sich manchmal daran gewöhnen, dass "weniger Schaum" nicht "weniger sauber" bedeutet.

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